In einem der vorherigen Blogs erwähnten wir bereits, dass es in Gottes Königreich erst dann öffentliche Kraft gibt, wenn eine verborgene Vorbereitung stattgefunden hat. Bevor die geistliche Salbung durch dein Leben zu fließen beginnt, muss Gott dich erst vorbereiten. Letztendlich läuft das auf die Basis hinaus: Charakter, Gehorsam und Vertrauen.
Die geistliche Realität verläuft parallel zur natürlichen Realität. Wenn Gott etwas tut, geschieht das zuerst in der geistlichen Welt, bevor es in der natürlichen Welt sichtbar wird. Was du also im Natürlichen geschehen siehst, hat zuerst im Geistlichen stattgefunden. Das bedeutet, dass Er dich geistlich vorbereitet, im Verborgenen. Dort, an dem verborgenen Ort deines Herzens, legt Er das Fundament für das, was Er in und durch dein Leben tun möchte. Wenn du dich mit Ihm in diesem Prozess bewegst, ist es unvermeidlich, dass dies zu einem bestimmten Zeitpunkt im Natürlichen sichtbar wird. Denn die Salbung Gottes wirkt von innen nach außen.
Warum war die Salbung auf Jesus? Weil sie zuerst ín Ihm war (Jesaja 61,1-3). Deshalb kannst du die Salbung niemals nachahmen. Du kannst die äußere Form imitieren, aber du kannst den Strom nicht kopieren. Denn der Strom des Geistes ist das Ergebnis dessen, was am verborgenen Ort kultiviert wurde. Nicht auf einer Bühne, nicht im Rampenlicht, sondern in der Stille der Hingabe. Dort, an diesem verborgenen Ort, wird dein Herz geläutert, werden deine Motive geprüft und wird dein Charakter geformt. Feuer fällt nicht auf Talent. Feuer fällt auf Opfer (Psalm 51,19). Gott wird nicht von Charisma bewegt. Er wird von Hingabe angezogen.
In einem der vorherigen Blogs nannten wir Jesus als das ultimative Beispiel, als Er in der Wüste geprüft wurde. Im Matthäusevangelium lesen wir:
Da wurde Jesus von dem Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.
Matthäus 4,1
Das Erste, was auffällt, ist der Ausdruck: „von dem Geist“. Gott wusste genau, was passieren würde, wenn Jesus in die Wüste gehen würde. Er wusste, dass Satan kommen würde. Er wusste, dass Satan Jesus versuchen würde. Und doch führte der Heilige Geist Ihn in jene Wüste, um von dem Teufel versucht zu werden.
Vergiss niemals: Es ist nicht Gott, Der uns versucht, aber Er kann zulassen, dass wir geprüft werden. Wann lässt Er das zu? Wenn du bereit dafür bist. Jesus war bereit dafür. Er hatte die ersten dreißig Jahre Seines Lebens im Verborgenen verbracht, in den Schriften und im Gebet. Dann kam der Moment, in dem die Salbung nicht länger verborgen bleiben konnte. Sie musste nach draußen kommen. Und Salbung zieht immer Aufmerksamkeit sowie Widerstand auf sich. Das war der Moment, in dem Sein Glaube, Sein Gehorsam und Sein Charakter geprüft werden mussten, genau wie das auch bei uns geschieht.
Und als Er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte Ihn schließlich. Und der Versucher trat zu Ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“
Matthäus 4,2-4
Achte darauf, was Satan als Erstes tat. Er sagte: „Wenn du Gottes Sohn bist…“ Der Feind begann damit, Jesu Identität infrage zu stellen. Genau wie bei Eva versuchte er, einen Samen des Zweifels in Sein Denken und Herz zu säen. Eigentlich fragte er: „Glaubst du wirklich, dass du bist, wer Gott sagt, dass du bist?“
In Gottes Königreich ist Identität immer mit Autorität verbunden. Deshalb forderte Satan Jesus heraus, Seine Autorität zu gebrauchen und den Steinen zu befehlen, Brot zu werden, genau in dem Moment, als Jesus nach vierzig Tagen und vierzig Nächten ohne Nahrung Hunger hatte. Das Fasten war ein Opfer. Satan griff also Seine Identität, Seine Autorität, Sein Fleisch, Seinen Gehorsam und Seinen Charakter gleichzeitig an.
Dennoch war die verborgene Vorbereitung Jesu ausreichend. Er blieb treu und fiel nicht auf die Falle des Feindes herein. Stets antwortete Er mit dem Wort Seines Vaters: „Es steht geschrieben.“
Da nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: „Er wird seine Engel für dich aufbieten, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.“ Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“
Matthäus 4,5-7
In dem Moment, als Satan merkte, dass Jesus das Wort Seines Vaters gebrauchte und sagte: „Es steht geschrieben,“ begann er sofort, auch Seine Kenntnis des Wortes zu prüfen. Der Feind nahm Jesus mit zum Tempel und forderte Ihn heraus, Sich hinabzuwerfen, gefolgt von Worten, die ebenfalls geschrieben standen.
Dies zeigt, dass der Feind eine enorme Kenntnis des Wortes Gottes hat. Er versucht, es zu verdrehen und für seine eigenen Zwecke zu gebrauchen, erneut in dem Versuch, Zweifel in das Denken und Herz Jesu zu säen. Aber Satan vergaß eines: Das Wort war nicht nur in Jesus; Jesus íst das Wort. Deshalb blieb Jesus standhaft und wies ihn erneut in seine Schranken mit: „Wiederum steht geschrieben…“
Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da spricht Jesus zu ihm: Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“
Matthäus 4,8-10
Letztendlich wird seine wahre Motivation sichtbar. Der ehemalige gesalbte Cherub, der frühere Anbetungsleiter des Himmels, der aus dem Himmel verbannt und hinabgestoßen wurde, weil er in seinem Hochmut die Anbetung für sich selbst beanspruchen wollte, versuchte nun, den Sohn Gottes dazu zu bringen, ihn anzubeten.
Achte darauf, was in diesem Moment geschieht. Da gebraucht Jesus zum ersten Mal Seine Autorität, indem Er ihm befiehlt: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“
Dás ist Kraft. Dás ist Salbung.
Da verließ ihn der Teufel; und siehe, Engel traten herzu und dienten ihm.
Matthäus 4,11
Es mag scheinen, als hätte Satan einfach aufgegeben, weil er nicht wusste, was er danach noch tun sollte. Aber in Wirklichkeit hatte er keine andere Wahl, als zu gehen. Denn der gesalbte Herr der Herren hatte ihm befohlen zu gehen, und er hatte keine andere Option, als zu gehorchen und zu gehen. In diesem Moment wurde wahre Kraft offenbart und kam die Salbung zum Vorschein. Danach kamen die Engel und dienten Ihm.
Das ist es, was geschieht, wenn Vorbereitung und Bestimmung einander begegnen. Wenn verborgene Hingabe auf öffentliche Autorität trifft. Wenn das Wort in dir zum Schwert wird, das dem Ankläger das Schweigen auferlegt.
Jesus überlebte die Wüste nicht nur; Er überwand sie. Er kämpfte nicht mit Emotionen, nicht mit Meinungen und nicht einmal mit geistlicher Erfahrung. Er kämpfte mit dem, was geschrieben steht. Denn was geschrieben steht, ist unerschütterlich. Und das ist dieselbe Waffe, die du und ich heute haben.
Die Salbung erspart dir nicht den Kampf. Sie rüstet dich für den Kampf aus. Die Salbung gibt dir keine Befreiung, um die Wüste zu überspringen. Sie gibt dir Kraft, sie zu überwinden. Und dies ist der Schlüssel: Derselbe Geist, Der Jesus in die Wüste führte, führte Ihn auch wieder hinaus. Aber als Er herauskam, kam Er in Kraft heraus.
Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und die Kunde von ihm verbreitete sich durch die ganze Gegend.
Lukas 4,14
Dás ist der Unterschied. Nicht jeder, der in die Wüste geht, kommt in Kraft wieder heraus. Nur jene, die sich hingeben, gehorchen und standhaft bleiben in dem, wer sie in Christus sind.
Lass dies deshalb dein Vertrauen sein: Wenn Gott dich im Verborgenen vorbereitet, wenn du den Druck spürst, das Beschneiden, das Feuer — dann ist das keine Strafe, sondern Positionierung. Er formt Christus in dir. Er macht dich zu einem Gefäß mit Gewicht, Tiefe und göttlicher Autorität.
Und wenn die Salbung zu fließen beginnt, wird die Hölle sich an deinen Namen erinnern. Nicht wegen dessen, wer du bist, sondern wegen Dessen, der in dir wohnt.
„Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“
Kolosser 1,27
Lass dies heute dein Bekenntnis sein:
„Ich werde im Verborgenen vorbereitet, um öffentlich in Kraft zu wandeln. Ich fürchte die Wüste nicht. Ich folge dem Geist. Ich lebe durch das Wort. Ich wandle in der Salbung. Ich bin, wer Gott sagt, dass ich bin.“
Amen.